Contra arma verbis. Der Redner vor dem Volk in der späten by Francisco Pina Polo

By Francisco Pina Polo

Die Redekunst vor dem Volk im 1. Jahrhundert v. Chr. als point der politischen Strategie der Politiker sowie die artwork und Weise, wie ihre Reden die Bevolkerung Roms erreichten und diese beeinflussten, sind die Hauptthemen dieses Buches. Die romischen Volksversammlungen (contiones) werden als Schauplatz der politischen Debatte, als Rahmen fur eine direkte Verbindung mit der Plebs, als Quelle der Popularitat eines Redners sowie der politischen Propaganda untersucht. Die romischen Politiker waren darauf bedacht, personlich in Volksversammlungen aufzutreten, um fur ein bestimmtes Programm zu werben, politische airplane zu rechtfertigen, einen Gegner zu verunglimpfen, eine Mobilisierung des Volkes zu fordern, eine offentliche Meinung zu erzeugen, sich gegen Beschuldigungen zu verteidigen und Geruchte in Umlauf zu setzen oder zu entkraften. (Franz Steiner 1996)

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Contra arma verbis. Der Redner vor dem Volk in der späten römischen Republik

Die Redekunst vor dem Volk im 1. Jahrhundert v. Chr. als point der politischen Strategie der Politiker sowie die artwork und Weise, wie ihre Reden die Bevolkerung Roms erreichten und diese beeinflussten, sind die Hauptthemen dieses Buches. Die romischen Volksversammlungen (contiones) werden als Schauplatz der politischen Debatte, als Rahmen fur eine direkte Verbindung mit der Plebs, als Quelle der Popularitat eines Redners sowie der politischen Propaganda untersucht.

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93Settle, Trial of Milo, 277. , 20,1: Inito Iwnore primus omnium instituit ut tarn senatus quam populi diurna acta conjierent et publicarentur. Zu den acta diurna, Hübner, De senatus ... , passim, dem sich Humbert, Acta populi; De Ruggiero, Acta urbis, und Kubitschek, Acta urbis, anschließen. Vgl. auch Mommsen, Röm. Staatsrecht, III 1017-1018, und Riepl, Nachrichtenwesen, 396ff. In neuerer Zeit Baldwin, The acta diuma, speziell über die Ciceronianische Zeit, 189-194. 30 1. Politik und Redefreiheit öffentlichen und verbreiten.

Zweifellos wirkten sich beide Reden auf die öffentliche Meinung aus und trugen dazu bei, im Volk ein vorteilhaftes· Bild des künftigen Princeps zu propagieren. Die Tatsache, daß Octavian zu diesem Zeitpunkt noch nicht Mitglied des Senats war, bestimmte sicherlich seine politische Strategie in der Urbs, die darin bestand, erst einmal vor dem Volk zu sprechen, um sich so der Gemeinschaft zu erkennen zu geben und seine Ideen und Ziele offenzulegen27 . Als privatus konnte er nur in einer contio sprechen, wenn er explizit dazu ermächtigt wurde, und zudem mußte er dies möglichst schnell tun, um die nach den Iden des März entstandenen U nrohen des Volkes zu nutzen.

30,3. 37Zur Bedeutung, die Caesar der öffentlichen Meinung beimaß, Collins, Propaganda, Ethics .... passim. Ausgehend von einer Analyse des Bellum Gallicum und des Bel/um Civile ist die Hauptthese des Autors. daß Caesar den psychologischen Faktoren Vorrang gab und von der Gewalt nur als Komplement zur Überredung und Führerschaft Gebrauch machte; als höchstes Ziel strebte er die Gewinnung der öffentlichen Meinung und nicht die Vernichtung seiner Gegner an (125).

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