Das ‘Webersche Moment’: Zur Kontingenz des Politischen by Kari Palonen

By Kari Palonen

Dr. Kari Palonen ist Professor am division of Political technology der Universität Jyväskylä, Finnland.

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In der neueren Weber-Literatur ist der Bezug auf Nietzsche fast zu einer Mode geworden (s. Hennis 1987, Peukert 1989, Zangle 1988), und zugleich hat man in letzter Zeit auch ein zunehmendes und neu orientiertes Interesse fUr die Beziehung Nietzsches zur Politik entwickelt (s. B. Ottmann 1987, Warren 1988, 1994, Thiele 1990, Lee 1992). In einigen Fallen wird auch explizit auf das Verhaltnis Nietzsches zu Machiavelli eingegangen (s . neben Ottmann und Lee, bes. Stell 1987). Die Anmerkungen Nietzsches zu Machiavelli, vor allem in ienseits von Gut und Bose sowie in den NachlaBfragmenten, sind kryptisch und so mit den unterschiedlichsten Interpretationen ausgesetzt.

Die theoretisehen Probleme der Zeitliehkeit erschienen in einer sakularisierten Zeit weniger dringend. Schon Giannottis Originalitat urn 1540 besteht nach Pocock in einer besonderen Lasung der Zeitlichkeit: "it might seek to tame history by combining in a grand synthesis all the elements of instability identified and interwoven" (MM, 328). In graBeren FHichenstaaten wie England und insbesondere in den Vereinigten Staaten wurden auBer bei apokalyptischen Denkem die Zeitprobleme als weniger wiehtig als die Raumprobleme verstanden (vgl.

Auch die spatere republikanische Sprache geht von der dominierenden Rolle der Kontingenz in der Situation aus, obwohl die Renaissance-Figuren der fortuna auf Kosten anderer Figuren, wie der Korruption oder der commerce (Pocock 1985) zuriickgehen. Der 'Naturzustand' ist ein Denkmodell der Vertragstheorien, das unterschiedlich gedeutet wird. Sotem man aber in den Vertragstheorien - Locke ausgenommen - davon ausgeht, daB der Naturzustand durch den Zivilisationszustand (status civilis) ersetzt werden soli, griindet sich dies darauf, daB die Kontingenz der Beziehungen zwischen den Menschen im Naturzustand als unertraglich und somit als ein unbedingt zu tiberwindender erscheint (zur Denkform der 'naturrechtlichen Vertragstheorien' s.

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