Erinnerungen im Konflikt: Nation-Building-Prozesse im by Annett Schulze

By Annett Schulze

Erinnerungen sind individuell, kollektiv und Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse. Ausgewählte Erinnerungen sollen an staatlich geförderten Orten u. a. nationale Zugehörigkeit produzieren. Als Repräsentationen von Macht sind sie zudem umstritten. Annett Schulze zeigt, wie an vier bedeutsamen Erinnerungsorten ein national-kulturelles Funktionsgedächtnis im Südafrika nach der Apartheid hergestellt wird. Nach dem Ende des Apartheidstaates und mit den ersten freien Wahlen im Jahr 1994 änderten sich die Machtverhältnisse und damit die Erinnerungspolitiken. was once offiziell erinnert wird, ist konflikthaft; welches Wissen auf den musealen Agenden Anerkennung findet und welches Wissen nur in bestimmten Räumen sagbar ist, ebenfalls. Denn sowohl Nation-Building-Prozesse als auch Erinnerungsräume sind von Hegemonie und Dissidenz durchzogen, denen Widersprüche inhärent sind. Diese Widersprüche, so die Hauptthese, ermöglichen jedoch erst ein Widersprechen.

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2011). floating signifier' wie folgt: ••Signifiers refer to the system and concepts of a classification of a cu1ture to its making meaning practices. And those things gain their meaning not because of what they contain in their essence but in the shifting relations of difference which they establish with other concepts and ideas in a signifying field. 2011). Die Anführungsstriche setze ich wegen der Einheitlichkeit auch in den englischen Zitaten wie in den deutschen. 100 Vgl. Auga, U1rike. Intellektuelle - zwischen Dissidenz und Legitimienmg.

Zuerst beschreibe ich die Analysen der materiellen symbolischen Anordnungen in der Architektur, der Settings und der Ikonografien. Dann gehe ich auf die Analyse der intentionen des Museumsmanagements bei der Gestaltung der Orte ein. Der Zugang zu meinen unterschiedlichen Quellen (Ausstellungen, interviews, Bildungsmaterial der Erinnerungsorte, Internetdokumente) war mehrheitlich ein offener, da sowohl viele Mitarbeitende der Erinnerungsorte überaus hilfsbereit waren als auch die südafrikanische Regierungspolitik in Bezug auf offizielle Dokumente eine sehr transparente ist: Gesetzestexte, Berichte, Strategiepapiere sind im Internet einsehbar.

Während der Touren nicht erklärt wurden. Der von mir gewählte ethnografische Zugang bindet englische Zitate der Tourgnides in die Deskription ein, verzichtet auf furtIaufende Quellenangaben und lässt entstehende Versländnislücken in den Touren bewusst offen. Diese Lücken und die von mir in der Beschreibung gesetzten Bedeutungsteaser greife ich in den sich anschließenden Raurnanalysen auf und versuche, diese sowohl mit den Erklärungen der Interviewten als auch meinen Deutungsangeboten zu A. 1007/978-3-658-01553-4_3, © Springer Fachmedien Wiesbaden 2013 58 Räume der Erinnerung fiillen.

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