Gebet und Fluch, Zeichen und Traum. Aspekte religiöser by Kai Brodersen

By Kai Brodersen

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Contra arma verbis. Der Redner vor dem Volk in der späten römischen Republik

Die Redekunst vor dem Volk im 1. Jahrhundert v. Chr. als point der politischen Strategie der Politiker sowie die artwork und Weise, wie ihre Reden die Bevolkerung Roms erreichten und diese beeinflussten, sind die Hauptthemen dieses Buches. Die romischen Volksversammlungen (contiones) werden als Schauplatz der politischen Debatte, als Rahmen fur eine direkte Verbindung mit der Plebs, als Quelle der Popularitat eines Redners sowie der politischen Propaganda untersucht.

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LClI im Sinne von "eine gerechte Forderung aussprechen" verstehen wollen. Matth. : "Ihr aber sollt also beten ... ". Die grundsätzlichen Unterschiede zum modemen Gebetsverhalten hat auch Brernmer 1996, 240, hervorgehoben. Die Götter anrufen 33 Mittler oder Vorbeter, der sich - legitimiert durch Ausbildung und sakrales Spezialwissen - zwischenschaltet. 5 Eine Anrufung der Götter hat allerdings häufig repräsentativen Charakter: Gebete werden für die Stadt oder für Personengruppen gesprochen. Dann übernehmen gewöhnlich Einzelne als Repräsentanten der Polis oder der spezifischen Gruppe diese Aufgabe.

So bleibt aber auf weite Strecken nur der kritische Blick auf literarisch überlieferte Gebete, will man Einzelheiten über Gebetsinhalte erfahren. Besonders ergiebig zeigen sich hier die homerischen Texte sowie die Dramatiker. Meist wird die Bitte im Imperativ formuliert - um die Dringlichkeit der Forderung gegenüber der Gottheit zu verdeutlichen. " Die Gebete der Protagonisten bei Aristophanes erweisen sich als kaum weniger eigensüchtig. 80 Wir wissen durchaus aus sehr früher Zeit von aufgeklärteren Gemütern mit entwickelterem ethischen Bewußtsein.

57 Parallel zum Problem der richtigen Ortswahl für ein Gebet zeigt sich auch das Verhältnis von Gebet und Opfer. Es war problemlos möglich, die Götter anzurufen, ohne daß man ihnen ein Opfer darbrachte - ohne Gebet zu opfern kam hingegen wohl nicht vor. Eine begleitende Gabe - groß oder klein - erhöhte aber nach Ansicht des Beters ebenso wie der richtige Ort die Wahrscheinlichkeit gnädiger göttlicher Präsenz. Sie war dringend empfehlenswert, wenn man die Götter ehren, ihnen danken oder sie um etwas Gutes bitten wollte.

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