Jugendliche in neuen Lernwelten: selbstorganisierte Bildung by Peter Wahler

By Peter Wahler

Lernen und Bildung sind im Rahmen der ?ffentlichen Debatte um Ganztagsbildung wieder st?rker in den Blickpunkt ger?ckt. Insbesondere die Frage nach der Qualit?t schulischer Lernprozesse hat breite Resonanz gefunden. Informelle Lernprozesse, die au?erhalb dieser establishment stattfinden, im Kindes- und Jugendalter aber an der Tagesordnung sind, blieben bislang eher unber?cksichtigt. Vor diesem Hintergrund geht die Studie als eine der ersten empirischen Untersuchungen der Frage nach, welche Bedeutung au?erschulische Lernerfahrungen f?r die Bildung Heranwachsender haben. F?r die Studie wurden ?ber zweitausend Jugendliche (15- bis 18-j?hrig) befragt. Dieser Band dokumentiert die Ergebnisse der Studie und gibt einen ?berblick ?ber ihre au?erschulischen Aktivit?ten. In einem neuen Vorwort f?r die zweite Auflage wird die aktuelle Forschungslandschaft des informellen Lernens beschrieben und auf neue und ver?nderte Fragestellungen hingewiesen.

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Die Redekunst vor dem Volk im 1. Jahrhundert v. Chr. als point der politischen Strategie der Politiker sowie die artwork und Weise, wie ihre Reden die Bevolkerung Roms erreichten und diese beeinflussten, sind die Hauptthemen dieses Buches. Die romischen Volksversammlungen (contiones) werden als Schauplatz der politischen Debatte, als Rahmen fur eine direkte Verbindung mit der Plebs, als Quelle der Popularitat eines Redners sowie der politischen Propaganda untersucht.

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52 Peter Wahler planten beruflichen Perspektiven sehen und darüber hinaus sich ihr Interesse auch auf Jobtätigkeiten richtet. 1 Die quantitative Befragung: zur Anlage der Stichprobe und Auswahl der Schulen Im Mittelpunkt unseres Forschungsinteresses standen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und II ab der 9. Jahrgangsstufe, die bereits den Schulabschluss und perspektivisch damit die Vorbereitung auf das Erwerbsleben im Auge haben. Mit der Fokussierung auf die 15- bis 18-jährigen Schülerinnen und Schüler wollten wir eine Altersgruppe in den Blick nehmen, in der sich die oben skizzierten entwicklungstypischen Aufgaben und Anforderungen während der Verselbständigung in der Jugendphase in besonderer Weise stellen.

Dass die Schule als institutionalisierter Lernort nicht in diesem Zusammenhang unberücksichtigt bleiben soll, liegt auf der Hand. Peter Wahler 3 Untersuchungsmethode und Durchführung der empirischen Studie Wir haben oben die angesprochenen Lernprozesse Jugendlicher dadurch charakterisiert, dass sie eher informell und meist außerhalb institutionalisierter Bahnen verlaufen und im Wesentlichen an die Intention und das Engagement des Lernenden selbst gebunden sind. Eine ausgeprägte Betonung des Erlebnisaspekts und ein weitreichender Anspruch an Selbstbestimmung über die Art der Tätigkeit und die dafür aufzuwendende Zeit kennzeichnen diese Prozesse.

Im Bereich der Computersoftware um das Know-how jugendlicher „Experten“ wirbt. Anreize für das einschlägige Lernen schaffen auch regelmäßig wiederkehrende Medienberichte über erfolgreiche „Jungunternehmer“ in dieser Branche (nach dem Motto: von der Schulbank zur ersten Million). Jugendphase als Zeit des Lernens 45 steht. Obwohl in diesen Stilisierungen eher Leitbilder der Erwachsenenwelt deutlich werden, entfalten sie auch bei der nachwachsenden Generation ihre Wirkung, sei es über Anregungen aus den Medien oder die sportive Praxis der Elterngeneration.

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