Max Webers unwiderlegbare Fehlkonstruktionen: Die by Heinz Steinert

By Heinz Steinert

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Contra arma verbis. Der Redner vor dem Volk in der späten römischen Republik

Die Redekunst vor dem Volk im 1. Jahrhundert v. Chr. als point der politischen Strategie der Politiker sowie die artwork und Weise, wie ihre Reden die Bevolkerung Roms erreichten und diese beeinflussten, sind die Hauptthemen dieses Buches. Die romischen Volksversammlungen (contiones) werden als Schauplatz der politischen Debatte, als Rahmen fur eine direkte Verbindung mit der Plebs, als Quelle der Popularitat eines Redners sowie der politischen Propaganda untersucht.

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Aber seine Fragestellung plausibel machen musste er auch. Er wählte dafür einen heute Die »Grosse Erzählung« und die handwerkliche Sorgfalt 39 ungewöhnlichen Zugang: Er stellte die Untersuchung nicht in einen wissenschaftlichen, sondern in einen gesellschaftspolitischen Zusammenhang – die damalige Debatte um die, wie wir heute sagen würden, »Benachteiligung« der Katholiken im Deutschen Reich bei Wohlstand, gehobenen Positionen und Bildung. Als Grund dafür unterstellte er, dass die Katholiken sich weniger darum bemühten als die Protestanten.

Kirchenrat« (und Professor) tituliert, eine zentrale Figur in der Konstellation des »Kulturprotestantismus«. Er war in Heidelberg ab 1897, nachdem Max und Marianne dorthin übersiedelt waren, Kollege, ständiger Gesprächspartner und zeitweise Hausgenosse der Webers. In der Weber-Literatur hat sich der Terminus »Fachmenschenfreundschaft« für das Verhältnis der beiden Männer eingebürgert. In der Außenwahrnehmung arbeiteten die beiden gemeinsam an der Rekonstruktion der historischen Bedeutung des Protestantismus.

Korrelationen über Durchschnitts- und Prozentwerte für räumliche Einheiten (Wahlkreise, Bezirke, Bundesländer, Staaten) sind besonders heikel zu interpretieren: Vor allem dürfen Korrelationen, die man für diese Einheiten findet, nicht so interpretiert werden, als gälten sie auch für Personen: Wenn reiche Landkreise mehr Protestanten haben, heißt das noch lange nicht, dass die einzelnen Protestanten reicher sind. 4 Hinzu kommt, dass sich in den historischen Statistiken leider kein direkter Indikator für Wohlstand fand.

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