Östlich der Sonne: Vom Baikalsee nach Alaska by Klaus Bednarz

By Klaus Bednarz

«Land ?stlich der Sonne» nannten die russischen Eroberer jenen geheimnisvollen hintersten Teil Sibiriens, der sich vom Fluss Lena bis zum Stillen Ozean erstreckt. Durch dieses raue, unermesslich weite Land zogen einst die Vorfahren der nordamerikanischen Indianer. Klaus Bednarz ist auf ihren Spuren gereist. Vom Baikalsee bis nach Alaska – mehr als 10 000 Kilometer durch Taiga, S?mpfe und rei?ende Fl?sse. Zu Fu?, in step with Schiff, Gel?ndewagen, Hubschrauber oder Rentierschlitten. Er hat mit Goldsuchern und Walf?ngern gesprochen, mit Polarforschern, Arch?ologen, Schamanen und Indianerh?uptlingen, mit Verbannten und Str?flingen des Gulag. Immer wieder ist er dabei auf Gemeinsamkeiten sibirischer und indianischer Mythen und Legenden gesto?en, auf ?berraschende Parallelen von Kultur und Lebensweise.Entstanden ist dabei ein lebendiges Bild des heutigen Landes ?stlich der Sonne – mit all seinen Problemen und Hoffnungen. Eine faszinierende Reise voller Abenteuer und unvergesslicher Eindr?cke.

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Im Sommer sinkt der Wasserstand daher oft bis auf weniger als einen Meter. » Außerdem seien auf der Flusskarte unendlich viele Wracks verzeichnet, die auf dem Grund der Lena von Ust-Kut bis zum Polarmeer liegen. Deshalb herrsche von zehn Uhr nachts bis fünf Uhr früh absolutes Fahrverbot. Es gelte für alle Schiffe, ob groß oder klein und unabhängig davon, ob sie mit Radar oder Echolot ausgerüstet seien. Die «Sarja» hat beides nicht. Sie verfügt nicht einmal über ein Funkgerät, das über größere Strecken reicht.

Er hebt es auf und beschämt uns. » Semjon Ustinow ist stolz darauf, dass er, wie er sagt, mit seiner wissenschaftlichen Arbeit und seinen Büchern «ein wenig -33- dazu beigetragen» hat, dass der Baikal- Lena-Naturschutzpark im Jahre 1986 von der russischen Regierung zum BiosphärenReservat erklärt wurde; seitdem gelten in dem Gebiet, das fast dreimal so groß ist wie das Saarland, besonders strenge Vorschriften. Mehr als 40 Jahre habe man darum kämpfen müssen, und fast sei es zu spät gewesen. Denn die Gier der Menschen nach Ausbeutung der natürlichen Ressourcen hatte am Nordwestufer des Baikalsees, wie anderswo in Sibirien auch, schon erste unübersehbare und kaum reparable Spuren hinterlassen.

Auch er war lange Kapitän auf einem großen Touristendampfer, der die Lena rauf und runter fuhr. Aber nun sei er froh, wenigstens von Zeit zu Zeit unsere kleine Barkasse, wie er die «Sarja» liebevoll nennt, unter seinen Seemannsfüßen zu haben. » Eine halbe Stunde von Ust-Kut entfernt passieren wir die Eisenbahnbrücke der BAM. Es ist die letzte Brücke über den Strom, obwohl es bis zur Mündung der Lena ins Polarmeer noch mehr als 3000 Kilometer sind. Aleksandr Pawlowitsch, das fällt uns bald auf, fährt häufig im Zickzack, wechselt abrupt von einem Ufer zum anderen.

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